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Georeferenzierung von Fotografien PDF Drucken
Geschrieben von Georg Sehrbrock   
Tuesday, 30. September 2008
Immer häufiger stößt man im Internet auf Benutzerplattformen (Panoramio, Google Maps mit Picasa, locr, Flickr etc.), auf die man Fotografien hochladen kann und dort mit einem so genannten "Geo-Tag" (Sprich: Geo-Tägg), also der Angabe, an welchem Ort der Erde diese Fotografien gemacht wurden, versehen kann. Man nennt dies auch "Geo-Imaging".
Auf den folgenden Seiten möchte ich Euch die Möglichkeiten zur Geo-Referenzierung von Fotografien näher bringen...

Grundsätzliches:

Es gibt zwei Möglichkeiten Fotografien mit einem Geo-Tag zu versehen:

Erste Möglichkeit:
Entweder muss man für jede Fotografie einzeln mit einer entsprechenden Kartensoftware den  Aufnahmestandpunkt ermittelt (so man diesen noch kennt) und dann mit einem Software-Tool  (z.B. Exifer) diese Informationen in die EXIF-Informationen der Fotografie hinzufügen oder  man lädt das Bild in die benutzte Plattform und gibt hier an, wo es aufgenommen wurde.
Dies bedeutet eine Menge Handarbeit und man muss noch wissen, wo genau man die Fotografie erstellt  hat.

Zweite Möglichkeit:
Diese Möglichkeit splittet sich wiederum in drei Möglichkeiten auf:
1.: GPS-Module an Kamera anschließen
2.: Datenlogger/GPS-Logger
3.: Handheld-GPS günstig nutzen

Kauflösungen:

Einige Hinweise vorneweg:
Ziel der nun folgenden Möglichkeiten ist die Umgehung der sonst nötigen Handarbeit mit den  Fotografien und das vermeiden von notwendigen Notizen, bei welcher Fotografie man wo war. Dazu bieten alle drei nun folgenden Varianten die Möglichkeit gleich mehrere Fotografien in  einem Arbeitsgang mit Geo-Tags zu versehen. Grundsätzlich wird der Geo-Tag in den Fotografien  in den so genannten Exif-Informationen gespeichert. Von dort kann er von den Programmen zur Weiterverarbeitung ausgelesen und genutzt werden. Bei einer bereits georeferenzierten Fotografie ist es auch beim Hochladen zu den oben angesprochenen Plattformen häufig so, dass diese den vorhandenen Geo-Tag auslesen und die Fotografie an der richtigen Stelle der Erde anzeigtenverlinkten- die Handarbeit entfällt also.
Nur, wie bekommt man nun die GPS-Information in die EXIF-Daten?
Auch hier gibt es wieder mehrere Alternativen:

1.: Für die "großen" Nikon-Kameragehäuse (D200, D300, D700, D2Xs, D3) gibt es am Gehäuse eine Schnittstelle an die, über ein entsprechendes Kabel (GPS-Kabel MC-35), geeignete GPS-Module angeschlossen werden können.
Der Vorteil hierbei ist, dass bereits bei der Aufnahme die GPS-Koordinaten in die EXIF-Informationen geschrieben werden - ein weiteres Bearbeiten der Fotografien zur Georeferenzierung ist also nicht nötig. Die beiden Nachteile dieser Methode sind zum einen der hohe Preis für Kabel und Modul und andererseits die Tatsache, dass ein an die Kamera angeschlossenes Modul doch durchaus störend sein kann, vor allem, wenn man viele Fotografien macht und/oder noch ein Blitzgerät verwendet.

2.: Man kann (je nachdem welches System man möchte) für zwischen 50€ und 150€ so genannte GPS-Datenlogger kaufen. Diese werden zusammen mit einer Software geliefert, die die Georeferenzierung der Fotografien ermöglicht.
Funktionsweise:
Der Datenlogger zeichnet den ganzen Tag über seine GPS-Positionen auf. Mit der Kamera macht man seine Fotografien. Später verwendet man die mitgelieferte Software des Loggers, um die gespeicherten GPS-Daten mit den Fotografien zusammenzubringen.
Die Software vergleicht nun die Uhrzeit der GPS-Positionen mit der Erstellungszeit der Fotografien.
Beispiel: Das Bild DSC_2514 wurde um 15:32:11 gemacht; zu dieser Zeit speicherte der Datenlogger die GPS-Position "XYZ".
Dies bedeutet ja im Umkehrschluss, dass die Fotografie an eben diesem Punkt der Erde gemacht worden sein muss.
Die Software trägt nun diese GPS-Koordinaten als Geo-Tag in die EXIF-Daten der Fotografie. Damit ist die Fotografie nun georeferenziert.
Vorteil:
Modul (Logger) und Kamera müssen nicht per Kabel verbunden sein.
Nachteil:
Der Preis und die Tatsache, dass man häufig nur die mitgelieferte Software nutzen kann. Weiter verfügen viele GPS-Logger nur über eigene Akkus, die man nur mit dem mitgelieferten Ladegerät laden kann, an ein Wechseln der Akkus über Tag ist nicht zu denken. Dadurch eignen sich diese Logger wenig für Mehrtägige Touren. Auch eine Witterungsbeständigkeit ist nicht immer gegeben.

3.: Bevor ich die dritte und von mir verwendete Lösung im Detail vorstelle möchte ich erklären, wie ich auf diese Lösung gekommen bin: Die Voraussetzungen zur Georeferenzierung meiner Fotografien waren schlecht:
a) Ich besitze keine Kamera, an die man ein GPS-Modul direkt anschließen kann.
b) Mir waren die Preise für GPS-Datenlogger zu hoch, zumal ich ein Handheld GPS-Gerät (Geko 201 von Garmin) besitze.
c) Ich bin zu faul um alle meine Fotografien von Hand mit Geo-Daten zu versehen - ich will sie auch nur für mich selbst (und für diese Internetseite hier) nutzen.
d) Ich bin nicht bereit für eine Geo-Referenz-Software Geld zu bezahlen...

Also musste ich eine (Software-) Lösung finden die kostenlos meine Kamera (Nikon D50) mit meinem GPS-Empfänger (Garmin Geko 201) kombiniert und so meine Fotografien mit einem Geo-Tag versieht.

Meine Lösung:

Für meine Vorgehensweise zur Georeferenzierung von Fotografien benötige ich mehrere 
Programme:
1.) G7ToWin (Freeware) http://www.gpsinformation.org/ronh/#g7towin
Mit Hilfe von G7ToWin lade ich den vom GPS-Gerät erstellten Track im *.gpx-Format vom GPS-Gerät herunter.
2.) COPIKS PhotoMapper (Freeware) http://software.copiks.com/photomapper/
In das Programm COPIKS PhotoMapper lädt man einerseits den GPS-Track im *.gpx-Format, andererseits teilt man dem Programm mit, an welchem Ort des Computers sich die Fotografien zum Track befinden. Das Programm schreibt nun in die EXIF-Daten der Fotografien die GPS-Koordinate, bei der die Uhrzeit aus der Trackaufzeichnung und die Uhrzeit des Aufnahmedatums übereinstimmen.
WICHTIG: Kamera und GPS-Gerät müssen also zu Beginn einer "GPS-Foto-Session" möglichst genau auf eine Uhrzeit gebracht werden. Weiterhin ist es mit COPIKS PhotoMapper auch möglich eine GoogleEarth-Datei zu erstellen, die die ausgewählten Fotografien beinhaltet und diese zum Download anzubieten oder per Mail zu versenden.
Update 13.02.2010: Probiert auch die Software GeoSetter aus -> Infos hier auf meiner Internetseite (klick!)
3.) Picasa von Google (Freeware) http://picasa.google.de/
Mit Hilfe dieser Software lade ich die georeferenzierten Fotografien in die Picasa-Webalben 
unter http://picasaweb.google.de .
Nun kann ich (falls nötig) die Fotografien noch genauer "ausrichten" (georeferenzieren) und  mit Hilfe des
4.)  Google Maps Plugin für Joomla (OpenSource) http://tech.reumer.net
auf meiner Internetseite in einer GoogleMap darstellen.

So kompliziert sich das Ganze nun anhört, so einfach ist es aber!
Probiert es einfach mal aus!



Interessante Links zum Thema:
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